Pigmentiertes Basalzellkarzinom bezeichnet einen Subtyp des Basalzellkarzinoms, der durch das Vorhandensein erheblicher Mengen Melanin im Tumor und in den umgebenden Stromamelanophagen gekennzeichnet ist. Es handelt sich um eine seltene Variante des Basalzellkarzinoms mit einer geringeren Inzidenzrate und tritt normalerweise als Pigmentierung an der Läsionsstelle auf. PBCC können sich zunächst nur als leichte Pigmentstörungen und leichte Hautveränderungen äußern, die möglicherweise unerkennbar bleiben. Da die Dermatoskopie äußerst empfindlich ist, kann sie diese subtilen Veränderungen erkennen und ermöglicht so eine frühere Erkennung.
Was ist ein pigmentiertes Basalzellkarzinom?
Epidemiologisch gesehen tritt pigmentiertes Basalzellkarzinom mit zunehmendem Alter häufiger auf. Darüber hinaus sind an der Pathogenese von PBCC chronische Sonnenexposition (Sonnenbaden), das Vorhandensein von ultravioletter und ionisierender Strahlung, chemische Kontamination und äußere Reize sowie genetische Faktoren beteiligt. PBCC ist die schwierigste Erkrankung, da eine frühe Diagnose und Behandlung entscheidend sind. Obwohl die Krankheit ein geringgradiges malignes Potenzial hat, kann unbehandeltes PBCC seinem Träger großen Schaden zufügen.
Der deutlichste Unterschied zwischen pigmentiertem Basalzellkarzinom und anderen Formen von Basalzellkarzinomen (wie dem nodulären ulzerativen Typ, dem oberflächlichen Typ) ist die ausgeprägte Hyperpigmentierung der Läsionen im Gegensatz zu denen, die meist andere Farben als Schwarz aufweisen. Im Vergleich zu nicht pigmentiertem Basalzellkarzinom ist die Inzidenz von pigmentiertem BCC gering.

Vorteile der Dermatoskopie bei der Diagnose pigmentierter Hautläsionen
Das Grundprinzip der Dermatoskopie besteht in der Verwendung optischer Vergrößerung, um reflektiertes Licht von der Oberfläche zu vermeiden und feine Strukturen an der Hautoberfläche zu vergrößern, wodurch ein tieferer Blick über die Hornschicht oder sogar in die oberflächliche Dermis möglich ist. Die Dermatoskopie sollte unter Aufsicht eines Dermatologen durchgeführt werden. Die Haut im Bereich der Läsion sollte vor der Untersuchung relativ trocken sein und es dürfen keine Gleitmittel oder Salben aufgetragen werden.
Diese Technik visualisiert Hautstrukturen, die mit bloßem Auge nicht leicht zu erkennen sind, einschließlich einer detaillierten dermatoskopischen Ansicht von Pigmentnetzwerken und Gefäßmustern sowie anderen wichtigen diagnostischen Orientierungspunkten, um eine frühzeitige Diagnose von Melanomen und pigmentiertem Basalzellkarzinom zu ermöglichen. Darüber hinaus ist die Dermatoskopie ein zerstörungsfreies und elegantes Verfahren, das für den Patienten weder Schmerzen noch Schäden verursacht. Im Vergleich zu anderen Screeningmethoden ist die Dermatoskopie eine einfache, schnelle und kostengünstige Methode.
Dermatoskopische Merkmale des pigmentierten Basalzellkarzinoms
Blaugraue Kügelchen: Unter dem Dermatoskop können manchmal große, runde oder ovale Strukturen sichtbar sein, die mit Melanin gefüllt zu sein scheinen, das als bläulich-grau reflektiert wird.
Dendritische Blutgefäße: ein dermatoskopisches Kennzeichen des Basalzellkarzinoms, das auch bei pigmentiertem BCC zu sehen ist. Dieses Muster ist dendritisch und geht von einem zentralen Punkt aus, was es sehr charakteristisch macht.
Pigmentierungsnetzwerk: Bei PBCC fehlt häufig ein typisches Pigmentierungsnetzwerk. Stattdessen kann es als unstrukturierter oder blättriger Bereich um die Läsion herum auftreten.

Unterschiede zwischen pigmentiertem Basalzellkarzinom und anderen pigmentierten Hautläsionen
Die Dermatoskopie ermöglicht die Visualisierung von Merkmalen, die für die Unterscheidung von PBCC von anderen pigmentierten Läsionen entscheidend sind.
(1). Melanom.
Aussehen: Die Läsion ist asymmetrisch mit unregelmäßigen Rändern und vielen Farben (braun, schwarz, blau, rot).
Dermatoskopie: Atypisches Pigmentnetzwerk, unregelmäßige Streifenbildung mit blau-weißem Schleier.
Unterschied: PBCC zeigt typischerweise blau-graue Flecken, dendritische Gefäße, die das übliche Pigmentnetzwerk umgeben
(2). Blauer Nävus.
Aussehen: Eine einzigartige Läsion, die blau oder schwarz ist
Dermatoskopie: Gleichmäßige blaue Pigmentierung ohne Struktur
Unterscheidung: PBCC weist zusätzliche Merkmale wie dendritische Gefäße und blaugraue eiförmige Nester auf
(3). Solare Lentigo.
Aussehen: Flache, braune Flecken, die häufig an sonnenexponierten Stellen auftreten.
Dermatoskopie: Ein feinmaschiges Muster gleichmäßiger Pigmentierung.
Unterschied: PBCC weist eine komplexere Anordnung von blaugrauen Kügelchen und dendritischen Blutgefäßen auf
Interpretationsschwierigkeiten und häufige Fehler bei dermatoskopischen Bildern von pigmentiertem Basalzellkarzinom
Das resultierende dermatoskopische Bild von PBCC zeigt im Allgemeinen eine komplexe Struktur mit verschiedenen Arten von blaugrauen Flecken und dendritischen Blutgefäßen, deren Identifizierung und Interpretation sehr viel Erfahrung sowie Fachwissen erfordert. Darüber hinaus können dermatoskopische Merkmale von PBCC einigen gutartigen Läsionen wie blauen Nävi und pigmentierten Nävi ähneln, die beim Lesen genau unterschieden werden sollten.
Bei der Interpretation dermatoskopischer Bilder konzentrieren sich manche Ärzte möglicherweise zu sehr auf ein einzelnes Kriterium (z. B. blaugraue Flecken) und ignorieren andere klinische Daten oder bemerkenswerte Merkmale, die durch Polarisationsanalyse beobachtet wurden. Darüber hinaus präsentiert sich das pigmentierte Basalzellkarzinom auch als schwarze Papel oder Knoten und sein dermatoskopisches Bild ähnelt dem eines Melanoms. Daher wird manchmal eine Biopsie durchgeführt, um das pigmentierte Basalzellkarzinom vom Melanom zu unterscheiden.

Ein klinischer Fall eines pigmentierten Basalzellkarzinoms
Falldarstellung
Patient: 65-jähriger Mann mit langjähriger Sonnenexposition und pigmentierter Läsion auf der linken Wange. Sie ist in den letzten 12 Monaten langsam größer geworden.
Untersuchung: 1.5 cm große, unscharf begrenzte dunkle Plaque mit sklerotischer Oberfläche
Dermatoskopische Untersuchung:
(1) Es ist ein bläuliches oder grau-braunes Netz zu erkennen, das in den verschiedenen Bereichen der Plaque eine unterschiedliche Farbe und Intensität aufweist.
(2) Mehrere blaugraue Kügelchen, unregelmäßig angeordnet und von normaler Haut umgeben
(3) Ahornartiges Erscheinungsbild an den Rändern der Plaque mit winzigen dendritischen Blutgefäßen, die in den Randbereichen verteilt sind.
Diagnoseprozess:
Vorläufige Diagnose: Klinische und dermatoskopische Merkmale stimmten mit der Diagnose eines pigmentierten Basalzellkarzinoms überein.
Weitere Untersuchung: Unter örtlicher Betäubung wurde eine Biopsie vom Rand der Plaque entnommen.
Histopathologische Ergebnisse: Pathologische Schnitte zeigten das Vorhandensein einer Tumormasse in der Dermis, die aus basalzellartigen Zellen besteht. Melanozyten wurden im Tumorparenchym und Melanophageozyten im Interstitium gefunden, was mit einem pigmentierten Basalzellkarzinom übereinstimmt.
Diagnose:
Schließlich wurde bei ihm ein pigmentiertes Basalzellkarzinom diagnostiziert.
Zusammenhang zwischen dermatoskopischen und histologischen Merkmalen
Pigmentierte Läsionen: Dermatoskopische Merkmale pigmentierter Läsionen spiegeln häufig die Proliferation, Verteilung und Anordnung der Melanozyten innerhalb der Läsion sowie die Morphologie und Dichte der Blutgefäße wider.
Nicht pigmentierte Läsionen: Die dermatoskopischen Merkmale nicht pigmentierter Läsionen sind häufig mit Veränderungen zellulärer Komponenten wie Keratinozyten und Fibroblasten innerhalb der Läsion verbunden.
Gefäßstruktur: Dermatoskopische Merkmale der Gefäßstruktur stimmen häufig mit histopathologischen Veränderungen der Gefäßmorphologie und -dichte überein. Bei entzündlichen Dermatosen kann die dermatoskopische Gefäßstruktur beispielsweise Merkmale wie Dilatation und Stauung aufweisen, die mit einer histopathologischen vaskulären Entzündungsreaktion übereinstimmen.






