Ästhetische Kliniken arbeiten täglich direkt mit der Haut. Während einer Beratung zu Laserbehandlungen, Haarentfernung, Pigmentbehandlungen oder anderen kosmetischen Eingriffen kann es vorkommen, dass ein Kunde plötzlich auf ein Muttermal oder einen dunklen Fleck zeigt und fragt, ob dieser normal sei, ob er sich verändert habe oder ob er auf ein ernsteres Hautproblem hindeuten könnte.
Ein Dermatoskop ermöglicht geschulten Fachkräften eine detailliertere Ansicht als die rein visuelle Inspektion. In der ästhetischen Medizin dient es nicht der eigenständigen Hautkrebsdiagnose. Vielmehr unterstützt es die genauere Beobachtung pigmentierter Läsionen, die Bilddokumentation vor der Behandlung und eine fundiertere Entscheidung darüber, ob eine Überweisung an einen Dermatologen erforderlich ist.
Bei IBOOLO verstehen wir die Dermatoskopie als sinnvolle Ergänzung der Voruntersuchung. Die Klinik kann ein Areal genauer untersuchen, ein Ausgangsbild erstellen und die Behandlung einer unklaren Läsion vermeiden, bis eine entsprechende medizinische Beurteilung erfolgt ist.
IBOOLO DE-5100 Dermatoskop
Ansicht DE-5100
IBOOLO DE-500 Dermatoskop
Ansicht DE-500Warum sollten pigmentierte Läsionen vor einer kosmetischen Behandlung berücksichtigt werden?
Eine braune oder dunkle Hautverfärbung sollte nicht automatisch als kosmetisches Pigmentierungsproblem betrachtet werden. Melanozytäre Nävi, Lentigines und andere pigmentierte Läsionen können für Laien ähnlich aussehen, ihre Behandlungsmethoden können sich jedoch stark unterscheiden.
Dies ist insbesondere vor Laser- und Lichtbehandlungen wichtig. Studien haben gezeigt, dass Haarentfernungslaser sichtbare und dermoskopische Veränderungen an melanozytären Nävi hervorrufen können, darunter Veränderungen der Farbe, Größe, Symmetrie und des Pigmentmusters. Eine systematische Übersichtsarbeit aus dem Jahr 2023 kam zu dem Schluss, dass diese Veränderungen nicht selten sind, und empfahl, Nävi vor einer Laserhaarentfernung zu untersuchen, wenn der Verdacht auf Atypien besteht.
Andere Berichte beschreiben Melanome, die in zuvor laserbehandelten Bereichen diagnostiziert wurden. Diese Studien belegen jedoch nicht, dass kosmetische Laser Melanome verursachen; wichtiger ist die Sorge, dass die Behandlung einer unzureichend beurteilten pigmentierten Läsion deren Erscheinungsbild verändern und die spätere Diagnose erschweren oder verzögern kann.
Für eine Klinik für ästhetische Medizin ist die praktische Lehre einfach: Eine unklare Pigmentveränderung sollte nicht allein deshalb behandelt werden, weil der Patient/die Patientin einen kosmetischen Eingriff wünscht. Beobachtung und Dokumentation stehen an erster Stelle; eine Überweisung sollte erfolgen, wenn die Veränderung eine medizinische Beurteilung erfordert.


Worauf sollte eine Klinik für ästhetische Medizin bei der Auswahl eines Dermatoskops achten?
Für medizinisch-ästhetische Kliniken ist das nützlichste Dermatoskop nicht unbedingt das mit den meisten Funktionen. Das Gerät sollte vielmehr der tatsächlichen Anwendung während der Beratung und Behandlung entsprechen.
Polarisiertes Licht ist wertvoll, da es Oberflächenreflexionen reduziert und zusätzliche Informationen über Strukturen unterhalb der Hautoberfläche liefert. Ein ergänzender, oberflächenorientierter Modus ermöglicht eine weitere Betrachtung der oberflächlichen Textur. Die Smartphone-Kompatibilität ist insbesondere im ästhetischen Bereich von Vorteil, da sie eine schnelle Umwandlung der Beobachtung in ein Bild ermöglicht.
Auch die Mobilität spielt eine Rolle. In kleineren Kliniken oder Einrichtungen mit mehreren Behandlungsräumen lässt sich ein kompaktes Dermatoskop problemlos zwischen Beratungs- und Behandlungsbereichen transportieren. In Kliniken für ästhetische Medizin mit hohem Patientenaufkommen gewinnen hingegen die direkte Sicht, ein größeres Sichtfeld, einstellbare Helligkeit, längere Akkulaufzeit und eine separate Lademöglichkeit an Bedeutung.
Aus diesem Grund konzentriert sich IBOOLO aktuell auf zwei unterschiedliche Arbeitsabläufe für diese Art von Nutzer: das kompakte DE-500 für mobile, smartphonebasierte Beobachtung und das umfassendere DE-5100 für eine feste oder hochfrequente Konsultationsumgebung.

Wie passen die IBOOLO DE-500 und DE-5100 zu unterschiedlichen ästhetischen Arbeitsabläufen?
Die Modelle DE-500 und DE-5100 sind beide für die professionelle Hautbeobachtung konzipiert, wurden aber für unterschiedliche Arbeitsweisen entwickelt.
| Funktion | IBOOLO DE-500 | IBOOLO DE-5100 |
| Vergrößerung | 10X | 12X |
| Hauptpolarisationsmodi | Polarisiert und nicht polarisiert | Kreuzpolarisiert und parallelpolarisiert |
| Zusätzliches Licht | 365 nm UV | Bernsteinfarbenes Licht und 365 nm UV-Licht |
| Brightness Control | Behoben | 3 Ebenen |
| Akku | 300 mAh | 1500 mAh |
| Beobachtungsablauf | Smartphone / Tablet | Direkte Betrachtung + digitale Bildverarbeitung |
| Telefonverbindung | Magnetischer Telefonadapter | Magnetischer Telefonadapter |
| Hauptrolle in der ästhetischen Klinik | Mobile Beobachtung und schnelle Dokumentation | Multimodale Beobachtung |
Das IBOOLO DE-500 ist auf Mobilität ausgelegt. Es bietet 10-fache Vergrößerung, polarisierte und unpolarisierte Beleuchtung, 365-nm-UV-Licht und einen magnetischen Smartphone-Adapter. Dank seines 300-mAh-Akkus ist das System kompakt und somit ideal für den mobilen Einsatz, wenn Mitarbeiter zwischen verschiedenen Räumen wechseln müssen oder die Dokumentation hauptsächlich per Smartphone erfolgt.
Für eine ästhetische Klinik bedeutet dies, dass das DE-500 während der Beratung als kleines Beobachtungsinstrument zur Verfügung stehen kann. Wenn ein Kunde eine Frage zu einem Muttermal oder einer anderen sichtbaren Stelle hat, kann das Gerät mit einem Smartphone verbunden werden, um ein Nahaufnahmebild aufzunehmen und dieses anschließend zu speichern, ohne einen festen Untersuchungsplatz zu belegen.

Das IBOOLO DE-5100 ist auf einen strukturierteren klinischen Arbeitsablauf ausgelegt. Es bietet 12-fache Vergrößerung, Kreuz- und Parallelpolarisation, bernsteinfarbene Beleuchtung, 365 nm UV-Licht, drei Helligkeitsstufen, einen 1500-mAh-Akku und eine Ladestation. Zudem unterstützt es die direkte optische Betrachtung und den Anschluss digitaler Geräte.

Diese Konfiguration eignet sich besonders für Kliniken, in denen die Hautuntersuchung zum Standardprogramm gehört. Das DE-5100 kann auf seiner Ladestation im Behandlungsraum verbleiben, für die direkte Untersuchung genutzt werden, bei Bedarf zwischen verschiedenen Beleuchtungsmodi umschalten und anschließend zur Dokumentation mit einem Smartphone verbunden werden.
Wann sollte eine ästhetische Klinik einen Kunden an einen Dermatologen überweisen?
Für medizinisch-ästhetische Kliniken bietet die ABCDE-Regel einen einfachen Rahmen zur Erkennung pigmentierter Läsionen, die vor einem kosmetischen Eingriff einer weiteren medizinischen Abklärung bedürfen. Sie sollte eher als Überweisungshilfe denn als Diagnoseverfahren verwendet werden.
A – Asymmetrie: Die eine Hälfte der Läsion sieht anders aus als die andere.
B – Grenze: Die Grenze erscheint unregelmäßig, schlecht definiert oder uneben.
C – Farbe: Innerhalb derselben Läsion sind mehrere Farben oder eine ungleichmäßige Pigmentierung vorhanden.
D – Durchmesser: Ein Durchmesser von mehr als etwa 6 mm kann Aufmerksamkeit erregen, obwohl Melanome auch kleiner sein können.
E – Entwicklung: Die Läsion verändert sich in Größe, Form, Farbe oder im Gesamtbild.

Bei einer ästhetischen Beratung sollte besonderes Augenmerk auf Veränderungen gelegt werden. Wenn ein Kunde berichtet, dass ein Muttermal neu ist, wächst oder sich verändert, oder wenn die Läsion eines oder mehrere der ABCDE-Kriterien aufweist, sollte die Klinik die kosmetische Behandlung in diesem Bereich unterbrechen und eine dermatologische Untersuchung empfehlen. Blutungen, Krustenbildung, anhaltender Juckreiz oder andere auffällige Veränderungen erfordern ebenfalls eine ärztliche Abklärung.
Was sind die häufigsten Fragen zur Dermatoskopie in ästhetischen Kliniken?
Benötigt eine ästhetische Klinik ein Dermatoskop?
Nicht jede ästhetische Klinik benötigt ein Dermatoskop, aber es kann in ärztlich betreuten Kliniken, die regelmäßig die Haut vor kosmetischen Behandlungen untersuchen, hilfreich sein. Es ermöglicht eine genauere Beobachtung, die Bilddokumentation und die Überweisung an einen Spezialisten, wenn eine Läsion eine medizinische Beurteilung erfordert.
Sollte ein Muttermal vor einer Laserbehandlung oder Haarentfernung untersucht werden?
Wenn ein Muttermal unklar oder besorgniserregend erscheint, ist eine ärztliche Untersuchung vor der Behandlung ratsam. Die Laserhaarentfernung kann das klinische und dermoskopische Erscheinungsbild von Muttermalen verändern, was spätere Vergleiche erschweren kann.
Wie kann ein Dermatoskop die prätherapeutische Beurteilung in einer ästhetischen Klinik unterstützen?
Ein Dermatoskop hilft geschulten Fachkräften, pigmentierte Hautpartien vor Laserbehandlungen, IPL, Haarentfernung oder anderen kosmetischen Eingriffen genauer zu untersuchen. Kliniken können damit außerdem Ausgangsbilder zur Dokumentation und zum Vergleich erfassen.
Können Dermatoskopbilder mit einem Smartphone aufgenommen werden?
Ja. Das IBOOLO DE-500 nutzt einen magnetischen Smartphone-Adapter für die Bildgebung, während das DE-5100 zusätzlich den Anschluss digitaler Geräte unterstützt. Dadurch lassen sich Nahaufnahmen in einen geeigneten Dokumentationsworkflow integrieren.
Welches IBOOLO-Dermatoskop eignet sich für eine medizinisch-ästhetische Klinik?
Das DE-500 ist für Kliniken konzipiert, die Wert auf leichte, mobile Beobachtung und Smartphone-Dokumentation legen. Das DE-5100 ist für häufigere Konsultationsabläufe ausgelegt und erfordert direkte Sicht, verschiedene Beleuchtungsmodi, einstellbare Helligkeit und eine Ladestation.