Bei der Dermatoskopie ist ein malignes Melanom häufig durch atypische Pigmentnetzwerke, unregelmäßige Punktkugelformen und einen bläulich-weißen Schleier gekennzeichnet. Für eine klare Sicht muss der Arzt den zu untersuchenden Hautbereich des Patienten vorab reinigen und den dermatoskopischen Fokus anpassen, bis die Läsion auf die entsprechende Größe vergrößert ist. Durch die Dermatoskopie können Ärzte Anomalien im Frühstadium des Melanoms erkennen, was zu rechtzeitigen Eingriffen und Behandlungen führen und unnötige Schäden vermeiden kann.
Melanom-Grundlagen
Das Melanom ist eine Art von Hautkrebs, der sich in den Hautzellen, den sogenannten Melanozyten, entwickelt. Es kommt an Kopf und Hals, Rumpf und Extremitäten vor. Basierend auf seinem histologischen Typ wird es in die folgenden Haupttypen eingeteilt: oberflächliches diffuses Melanom, noduläres Melanom, malignes Sommersprossenmelanom und Extremitätensprossenmelanom.
Das Melanom macht etwa 6.8 bis 20 % aller Hautkrebserkrankungen aus und ist einer der häufigsten Hauttumoren. Es tritt bei Erwachsenen auf, insbesondere bei Menschen mittleren und höheren Alters. Hellhäutige Kaukasier sind relativ häufig betroffen, dunkelhäutige Asiaten und Afrikaner hingegen weniger. Die Einwirkung von ultraviolettem Licht ist ein wichtiger prädisponierender Faktor für das Melanom. Längere oder intensive UV-Bestrahlung kann die Melanozyten in der Haut schädigen und so das Melanomrisiko erhöhen.
Einführung in die Dermatoskopie
Die Dermatoskopie ist ein auf optischen Prinzipien basierendes Instrument zur Beobachtung der Morphologie und Textur der Hautoberfläche. Zunächst muss die Haut des zu untersuchenden Bereichs gereinigt werden und geeignete Beobachtungsmodi wie Bernsteinlichtmodus, Polarisationslichtmodus usw. werden ausgewählt. Schließlich wird das Dermatoskop zur Beobachtung auf die Haut des zu untersuchenden Bereichs gelegt.
Durch die Dermatoskopie können Morphologie, Farbe, Grenzen und andere Merkmale der Hautläsion deutlich sichtbar gemacht werden. Dadurch können Ärzte Art und Typ der Läsion präziser bestimmen und so die Diagnosegenauigkeit bei Melanomen verbessern.

Vorbereitung für die Dermatoskopie
Vor der Dermatoskopie muss der Patient die Haut an der Untersuchungsstelle reinigen und trocknen. Der Arzt muss je nach Untersuchungsort und -zweck zwischen verschiedenen Arten von Dermatoskopien (handgeführt oder digital) wählen. Das Licht während der Untersuchung muss gleichmäßig und gemäßigt sein und darf nicht blenden oder Schatten werfen. Der Arzt muss sich des Prinzips des aseptischen Arbeitens bewusst sein und muss mit steriler Ausrüstung und einem sterilisierten Dermatoskop ausgestattet werden, das vor jedem Patienten sorgfältig gereinigt wird, um das Infektionsrisiko zu verringern.
Wie erkennt man ein Melanom bei einer Dermatoskopie?
Melanome zeigen bei der Dermatoskopie atypische Pigmentnetzwerke, unregelmäßige Streifen, blau-weiße Strukturen und unregelmäßige Blutgefäße. Die ABCDE-Regel ist eine Anleitung zur Erkennung von Melanomen.
A (Asymmetrie) Asymmetrie: Das Melanom ist normalerweise asymmetrisch und weist unregelmäßige Grenzen zur umgebenden normalen Haut auf.
B (Rand) Rand: Der Rand eines Melanoms ist normalerweise undeutlich und weist gezackte, unregelmäßige oder unscharfe Kanten auf.
C (Farbe): Melanome können ungleichmäßig gefärbt sein und in verschiedenen Farben auftreten.
D (Durchmesser): Melanome haben normalerweise einen Durchmesser von mehr als 6 Millimetern.
E (Evolution) Evolution: Melanome können sich im Laufe der Zeit verändern, z. B. an Größe zunehmen, ihre Farbe ändern, Juckreiz entwickeln, zerfallen usw.

Können Melanome durch die Dermatoskopie an allen Körperstellen untersucht werden?
Mithilfe der Dermatoskopie können Ärzte kleine Veränderungen an der Hautoberfläche beobachten und verschiedene Körperteile auf Pigmentkrankheiten untersuchen, wie z. B. bösartige sommersprossenartige Nävus an Kopf und Hals, oberflächliches diffuses Melanom im Rumpfbereich, Nagelmelanom und Schleimhautmelanom an den Extremitäten. Bei tieferen oder komplexen Melanomen kann jedoch aufgrund ihrer komplexen Struktur eine weitere Hautbiopsie erforderlich sein, um sie zu identifizieren.
Dermatoskopie-Bilder von Melanomen
Melanome weisen dermatoskopisch eine Vielzahl spezifischer Muster auf, darunter atypische Pigmentnetzwerke, unregelmäßige Streifen, unregelmäßige Punkte und Kugeln, unregelmäßige Flecken und blau-weiße Vorhänge.
Eine Patientin, weiblich, 59 Jahre alt, hatte eine Familiengeschichte mit malignem Melanom. Auf dem rechten Bein wurde ein asymmetrischer, unregelmäßiger brauner Fleck von etwa 7 x 6 mm gefunden. Dermatoskopische Bilder zeigten typische Melanommerkmale – unregelmäßige Streifen, unregelmäßige Punkte und Kugeln, unregelmäßige Flecken und blau-weiße Vorhänge, unter anderem. Die endgültige Diagnose lautete malignes Melanom

Herausforderungen und Grenzen der Dermatoskopie
Melanome können sich im Frühstadium nur als sehr kleine Veränderungen der Hautfarbe manifestieren, und diese Veränderungen können bei der Dermatoskopie in situ schwer genau zu erfassen sein. Einige bestimmte Melanomtypen, wie z. B. limbales, sommersprossenartiges Melanom oder malignes, sommersprossenartiges Melanom vom Typ Nävus, können gutartigen Läsionen ähneln, was zu Fehldiagnosen führen kann. Darüber hinaus hängt die diagnostische Genauigkeit der Dermatoskopie stark von der Erfahrung und dem Können des Untersuchenden ab, und unerfahrene Ärzte haben möglicherweise Schwierigkeiten, die dermatoskopischen Merkmale eines Melanoms genau zu erkennen.
Integration der Dermatoskopie mit anderen Diagnosemethoden
Die Dermatoskopie kann als ergänzendes Instrument zur klinischen Beurteilung eingesetzt werden und hilft Ärzten, Merkmale wie Form, Farbe, Glanz und Verteilung von Hautläsionen genauer zu beobachten. Wenn die Dermatoskopie mutmaßlich bösartige Läsionen aufdeckt oder die Art der Läsion nicht bestimmt werden kann, kann sie zur weiteren Diagnose mit einer Hautbiopsie kombiniert werden.
Die Situ-Dermatoskopie kann mit klinischen Untersuchungen, Hautbiopsien und anderen Methoden kombiniert werden, um ein multidisziplinäres, kollaboratives Diagnosemodell zu bilden. Dies trägt zu einem umfassenden Verständnis der Erkrankung aus mehreren Perspektiven bei und verbessert die diagnostische Genauigkeit und die therapeutische Wirksamkeit.
Die Rolle der Dermatoskopie bei der Früherkennung von Melanomen
Die Dermatoskopie ist ein fortschrittliches diagnostisches Verfahren zur Hautbildgebung, das optische Prinzipien nutzt, um die mikroskopische Struktur der Hautoberfläche zu vergrößern, sodass Ärzte die Merkmale des Melanoms deutlicher erkennen können. Darüber hinaus ist es nicht invasiv, bequem und intuitiv, ohne die Wunde des Patienten zu schädigen.
Neben der Verwendung von Spezialgeräten und Ärzten zur Diagnose ist auch die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für Hautgesundheit und Selbstuntersuchung ein wichtiges Mittel zur Vorbeugung von Hautkrankheiten wie Melanomen. Krankenhäuser oder verwandte Fachleute machen das Wissen über Hautgesundheit, einschließlich der Vorbeugung von Hautkrankheiten wie Melanomen, über verschiedene Kanäle wie die Medien, das Internet und Vorträge in der Öffentlichkeit in der Öffentlichkeit bekannt.
Klinische Fallstudie zur Dermatoskopie
Patientensituation: Der Patient war ein Mann mittleren Alters, der in die Klinik kam, weil auf seinem Rücken eine zunehmend größer werdende schwarze Plaque festgestellt wurde.
Erste Untersuchung: Der Arzt nahm zunächst eine visuelle Untersuchung vor und stellte fest, dass die schwarze Plaque auf dem Rücken des Patienten eine unregelmäßige Form mit unterschiedlichen Farbtönen und unscharfen Rändern aufwies. Er vermutete zunächst, dass es sich um ein Melanom handeln könnte.

Dermatoskopie: Unter der Dermatoskopie beobachtete der Arzt ein komplexes Pigmentnetzwerk innerhalb der Plaque sowie mehrere bläulich-weiße Strukturen und unregelmäßig verteilte Kugeln und Punkte.
Diagnosebefunde: Zur Bestätigung der Diagnose empfahl der Arzt eine Hautbiopsie. Die Biopsie ergab ein Melanom.






